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Psychotraumatologie


Die Psychotraumatologie befasst sich interdisziplinär (PsychiaterInnen, PsychologInnen, PsychotherapeutInnen, SozialarbeiterInnen, PädagogInnen, JuristInnen, uam) mit psychischen Traumata, deren Folgen und Behandlung. Die interdisziplinäre Arbeit ist dabei von großer Bedeutung, um den Betroffenen eine umfassende Behandlung und Begleitung zu ermöglichen, die oft von einer einzelnen Fachrichtung nicht gewährleistet werden kann.

In letzter Zeit finden immer häufiger Therapiekonzepte ihre Anwendung, die hilfreiche Vorgehensweisen aus verschiedenen psychotherapeutischen Ansätzen integrieren.

Auch sind in den letzten Jahren neurophysiologische und neurobiologische Zusammenhänge von Traumata vermehrt Gegenstand von Forschungen geworden (siehe z.B. E. Nijenhuis, G. Hüther, W. Bauer, etc.). Die daraus gewonnen Erkenntnisse fließen heute direkt in die Arbeit mit den Betroffenen ein.

Infolge von Traumatisierungen können sich - außer den bereits bekannten posttraumatischen Belastungsstörungen - auch viele andere Störungsbilder entwickeln: u.a. depressive Störungen, Angststörungen, dissoziative Störungen, psychosomatische Störungen, Suchterkrankungen, Essstörungen, Persönlichkeitsstörungen). Aus diesem Grund ist auch eine besonders genaue Diagnostik erforderlich. Alle BehandlerInnen benötigen daher neben einer fundierten psychotherapeutischen Ausbildung, ein fundiertes Fachwissen, einen breiten Erfahrungshintergrund im gesamten Bereich psychischer Störungsbilder und Sicherheit in der Diagnosestellung.

Oft sind Betroffene heute noch Leittragende, die über Jahre Fehldiagnosen erhalten und unter Umständen sogar falsch behandelt wurden und noch immer werden.