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WIR KINDER DER KRIEGSKINDER -

Transgenerationale Traumatisierung und ihre Folgen

 

Ein Selbsterfahrungsworkshop für jene, die es "eh so gut hatten"! (Jahrgänge 1955 - 1975)

 

Es ist schon eigenartig, dass die vom 2. Weltkrieg Betroffenen so wenig über diese Zeit und ihre Erfahrungen erzählen. Manchmal fallen sogar Sätze wie: "So schlimm war es ja eh nicht!" Diese Aussagen zeigen uns, dass diesen Menschen - unseren Eltern, Tanten, Onkeln - gar nicht bewusst ist (oder bewusst gemacht wurde), wie traumatisierend dieser Krieg für sie war und immer noch ist. Und uns - den Kindern der Kriegskinder - wurde gesagt: "Euch geht es doch eh so gut! Ihr habt ja keinen Krieg erlebt und euch fehlt es an gar nichts!" Tja, wenn da nicht die seelischen Wunden wären, die uns entstanden sind aus den Traumafolgen unserer Eltern, die selbst mit Eltern, die schwer kriegstraumatisiert waren und vielleicht sogar auch zusätzlich bereits seelische Narben aus dem 1. Weltkrieg mitgebracht haben, emotional schwer difizitär aufwachsen mussten. Sie mussten, um zu überleben, lernen, ihre Gefühle abzuschalten und nur zu funktionieren. Später haben sie entweder als "ewige Opfer" sowohl ihre Umwelt, als auch ihre Kinder ständig für ihr Seelenheil verantwortlich gemacht oder - mit dem Hintergrund der NS-Pädagogik und ihren eigenen "militärischen" Erziehungserfahrungen - den Kindern Meinungen und Haltungen aufgezwungen, ohne jemals zu sehen, wer ihre Kinder wirklich sind und was sie tatsächlich zu ihrer Entwicklung gebraucht hätten.

 

In diesem Workshop werden Hintergrundinformationen zu diesem Thema vermittelt, Fragen aufgeworfen und diskutiert wie, "Wie wirken die Traumafolgen der Kriegsgenerationen in uns weiter?" und "Welche unserer >Symptome< sind eigentlich nicht durch unsere eigene Geschichte, sondern durch die unserer Eltern entstanden?" Auf diese Weise soll es möglich werden, sich in konstruktiver Weise mit der eigenen Kriegsenkel-Geschichte auseinanderzusetzen und eine Möglichkeit eines neuen Zugangs zu eigenen Haltungen und Beschwerden zu finden.



Vortragende: Dr. Sonja Laure


Ort: NADUA - Trauma und Dissoziation im Zentrum
Kaiserfeldgasse 17/III/17
8010 Graz
Zeit: Freitag, 29. November 2013 von 13.00 - 19.00 Uhr
Samstag, 30. November 2013 von 09.00 - 16.00 Uhr

(insgesamt 16 Unterrichtseinheiten)

TeilnehmerInnen: max. 16
Kosten: € 360,- (€ 300,- zzgl. 20% Mwst)

Anmeldungen: Anmeldeformular

Die Anmeldung ist mit der Absendung des Formulars gültig.

Bankleitzahl: 12000 (Bank Austria Creditanstalt)
Kontonummer: 76621707400

Rückfragen: sonja.laure@nadua.at